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Bei Unwetterwarnung keine Risiken eingehen31.07.2018

Extreme Wetterlagen häufen sich - Fahrten notfalls verschieben.
Autofahrer müssen sich zunehmend auf extreme Wetterlagen einstellen. Wer nicht aufpasst, kann schnell in hochgefährliche Situationen geraten, warnen die Sachverständigen von DEKRA. Sie empfehlen, Unwetterwarnungen ernst zu nehmen und Fahrten notfalls zu verschieben, bis das Schlimmste vorüber ist. „Ist in einer Region mit Unwettern zurechnen, empfiehlt es sich, den Wetterbericht zu verfolgen und notfalls zu Hause oder im Büro zu bleiben, bis sich die Lage wieder entspannt hat“, sagt DEKRA Unfallforscher Walter Niewöhner. „Es lohnt sich nicht, für ein paar Stunden Zeitgewinn unkalkulierbare Risiken einzugehen und unter Umständen sein Leben aufs Spiel zu setzen.“

Geschützten Platz aufsuchen und abwarten

Wer unterwegs von Sturm und Starkregen überrascht wird, tut gut daran, einen geschützten Platz aufzusuchen und abzuwarten, bis die Wetterfront weitergezogen ist. In der Regel ist es bei Extremwetter besser, im Auto zu bleiben, denn Personen sind hier besser vor Regen, Sturm, Hagel und Blitz geschützt als im Freien. Allerdings sollte man die direkte Nähe von Bäumen meiden, die abknicken und aufs Auto fallen können. In der Nähe von Häusern ist mit herabfallenden Dachziegeln, hochgewirbelten Gegenständen oder abgerissenen Äste zu rechnen.

Bei Starkregen ist es ratsam, eine etwas höher gelegene Stelle aufzusuchen, die vor Überflutung geschützt ist. Wer an einem abschüssigen Weg Schutz sucht, muss darauf achten, ob dieser sich bei starken Niederschlägen nicht womöglich in einen reißenden Sturzbach verwandelt. „Bei Unwetter ist es unerlässlich, die Umgebung im Blick zu behalten“, sagt der Experte.

Gerät man während der Fahrt in ein Starkregengebiet, kann innerhalb von Sekunden die Sicht auf wenige Meter zurückgehen. „Bleiben Sie in solchen Situationen ruhig. Vermeiden Sie hektisches Bremsen oder Lenken und fahren Sie möglichst gleichmäßig weiter, sonst besteht die Gefahr, dass nachfolgende Fahrzeuge auffahren“, so Niewöhner. Wichtig ist außerdem, bei Regen immer das Abblendlicht einzuschalten.

Nicht in Unterführungen einfahren

Der Experte warnt davor, bei Starkregen in Unterführungen einzufahren. Sie können bei starken Niederschlägen schnell volllaufen und für Autofahrer zur Falle werden. Steigt das Wasser höher als bis zur halben Felgenhöhe, besteht außerdem die Gefahr, dass der Motor durch angesaugtes Wasser komplett zerstört wird.
Auch auf überschwemmten Straßen sollte man keinesfalls weiterfahren, warnt der Experte: „Das ist zu gefährlich und kann nur schief gehen. Bei einer überschwemmten Straße hat der Fahrer keine Orientierung über den weiteren Straßenverlauf. Er kann schnell im Graben landen, bei steigendem Wasserpegel kann das ganze Fahrzeug mitgerissen werden.“

Tiefgarage kann zur Todesfalle werden

Auch Tiefgaragen können bei Starkregen zur Todesfalle werden. Drücken die Wassermassen nicht nur von oben, sondern auch von unten aus überlasteten Abwasserkanälen in die Garage, kann sie innerhalb weniger Minuten überflutet werden. „In solchen Fällen sollte man besser nicht versuchen, sein Fahrzeug aus der Garage zu retten. Das Risiko ist zu groß, sich dadurch in Lebensgefahr zu bringen“, warnt Niewöhner. Wer in einer Tiefgarage vom Wasser überrascht wird, hat bessere Chancen dem Wasser zu entkommen, wenn er zu Fuß flüchtet. Wer im Auto sitzt, darf nicht zu lange warten. Steigt das Wasser höher als der Türschweller, wird es immer schwerer, die Autotür noch zu öffnen.

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